Ortsmuseum Nackenheim

 

Ortsmuseum Nackenheim

Kultur im Muxum

 

Aktuelle Ausstellungen

   

"Streifzüge durch die Natur" - Ateliergemeinschaft LINEA 
(26.01. - 23.04.2020)

 

Das Ortsmuseum Nackenheim wartet erstmals mit einer Gemeinschaftsaus-stellung auf. Die vier Künstlerinnen der Ateliergemeinschaft LINEA in Nieder-Olm haben sich dem Thema "Natur" gewidmet.

Natur hat bei Beate F. Mertel, Eva-Maria Martin, Dorothee Rübel und Claudia Welte-Jzyk, einen sehr hohen Stellenwert in der künstlerischen Arbeit. So unterschiedlich die Charaktere der Künstlerinnen sind, so unterschiedlich ist auch die jeweilige Herangehens-weise und eigene Handschrift einer jeden Künstlerin.

linea

 

Während der Schwerpunkt bei der einen z.B. in der Malerei einer Landschaftsszene liegt, ist es bei der anderen der Blick auf die botanischen Details, auf die Pflanzen an sich.
Das Studium der Botanik oder die berufliche Beschäftigung mit der Natur bilden eine solide Basis für die eine oder andere Künstlerin von "Linea". Zumeist arbeiten sie nach fotografischen Vorlagen.
Dabei können sie aus einer jahrelangen breit gestreuten künstlerischen Erfahrung schöpfen.
Die Ausstellung „Streifzüge“ zeigt vier verschiedene Positionen, wie man sich der Natur kreativ in den unterschiedlichsten Techniken nähern und sich mit ihr künstlerisch auseinandersetzen kann.
Der Eintritt ist wie üblich frei. Die Dauerausstellungen „Die Zuckmayers“, „Das Unterdorf geprägt vom Rhein“ sowie die archäologische Abteilung sind selbstverständlich ebenfalls geöffnet.

 

 

Dauerausstellung "Die Zuckmayers – eine Familie aus Rheinhessen"

zuckmayer1906

 

Erstmals widmet sich eine Ausstellung der Familie Zuckmayer, den Eltern Amalie (1869-1954) und Carl sen. (1864-1947) sowie deren Söhnen Eduard (1890-1972) und Carl (1896-1977).

Zielsetzung der Kuratoren Thomas Flügen und Peter J. Klein war es, neben dem bekannten Schriftsteller Carl Zuckmayer seinen eher unbekannten Bruder Eduard gebührend zu würdigen. Beide konnten sich nur deshalb zu genialen Köpfen auf ihren Gebiet entwickeln, weil die Eltern ihnen beste Bildungschancen boten. Der Besucher kann die Lebensläufe der Brüder nachvollziehen; beide gingen in den 30er Jahren ins Exil. Während Carl nach schweren Jahren auf einer Farm in Vermont (USA) in den deutschsprachigen Raum zurückkehrte, blieb Eduard als Musikpädagoge seiner Tätigkeit als renommierter Musikpädagoge an der Universität in Ankara bis zum Tod treu.

In der Ausstellung werden besonders die unterschiedlichen, aber sich auch immer wieder berührenden Lebenslinien der Brüder nachgezeichnet. Besucherinnen und Besucher können im Rundgang die Viten der beiden nachverfolgen und schrittweise erleben, wie deren Lebenswege über die Jahrzehnte hinweg von der gesellschaftlichen, politischen und geistigen Entwicklung der damaligen Zeit geprägt wurden. Gleichzeitig wird verdeutlich, wie Eduard und Carl auf ihre Weise die Gesellschaft und deren Entwicklung beeinflussten und welche Aktualität und Bedeutung die beiden heute noch haben. Und immer wieder schwingt die Frage mit „Was bedeutet Heimat für mich?

Der Ausstellungsrundgang gliedert sich in die Themenbereiche: Heimat und Familie, Krieg, Erfolge, Vertreibung und Exil, Rückkehr und Verbleib und endet mit der Frage „Was bleibt?“.

Zu jedem Themenbereich finden sich informative Texte, Fotos, Zitate sowie einige Medienstationen. Die Ausstellung lädt dazu ein, in den Büchern, die um 1900 im Bücherschrank einer bildungsorientierten Familie standen, zu blättern, über die Produktivität Carl Zuckmayers zu staunen, in seinem umfangreichen Briefwechsel zu stöbern, Eduards prägenden Einsatz für die Zusammenführung westlicher und türkischer Musik zu erkennen und sich mit der Bedeutung von Vertreibung und Exil für Menschen am Beispiel der Familie Zuckmayer auseinanderzusetzen.

Mit der Ausstellung „Die Zuckmayers“ haben die ehrenamtlichen Mitglieder des Museumsausschusses mit tatkräftiger Unterstützung lokaler Handwerker einen neuen Besuchermagneten in Nackenheim geschaffen.

Link zum Flyer

Link zum SWR-Beitrag vom 19.01.2019

 

 

Dauerausstellung „Nackenheim – das Unterdorf geprägt vom Rhein“

Ausstellung Schifferverein

Seit Anfang Mai 2017 präsentiert der Schifferverein Nackenheim seine neue Dauerausstellung „Nackenheim – das Unterdorf gesprägt vom Rhein“ im Erdgeschoss des  Ortsmuseums. Ein Schwerpunkt sind die vielfältigen Berufe, die durch die Lage am Rhein entstanden; manche von ihnen existierten nur in Nackenheim, wie z.B. die Färcher, die  Sand vom Altrheinboden in ihre Nachen schöpften. Daneben arbeiteten Leinereiter, Flößer und selbstverständlich Fischer an und auf dem Strom. Die Methoden der Nachenbauer sind plastisch dokumentiert und wer selbst Hand anlegen möchte, kann sich an den verschiedensten Seemannsknoten versuchen.
Eine Ausstellung, welche die bereits im Ortsmuseum vorhandenen Präsentationen ergänzt und bereichert – der Besuch lohnt sich.